Home Mail Login
Sie sind hier: Über uns >> Kleinkunst

Kleinkunstabend

Mit Sketchen, Liedern und Textbeiträgen zu einem jährlich wechselnden Motto gestalten wir unseren Kleinkunstabend. Auch hier beteiligen sich unterschiedliche Gruppen aus dem Verein, aber auch andere Darsteller. Das Programm lädt eher zum Schmunzeln und Amüsieren als zum "Schenkel klopfen" ein. Der Rahmen ist intim und gemütlich. Gerne können sich hier neue Mitglieder probieren.

2016: Marlies hat Zeit

Auch die Presse schreibt

Bildergalerie

Programm

 

 

 

Plakat 2015 - Kleinkunst

2015: Kulturbeutel

Bildergalerie

Programm

 

 

 

Plakat 2012 - Kleinkunst 2012: Im Abseits

Nachtrag mit Foto

 

 

 

 

Plakat 2011 - Kleinkunst 2011: Alles Theater

Bildergalerie

 

 

 


 

Auch die Presse schreibt (herzlicher Dank an die Rhein-Main-Presse):

Wiesbadener Tagblatt
NIEDERNHAUSEN

Einsamer Vater mit Gurkenmaske

16.09.2009 - OBERJOSBACH

Von Hendrik Jung


Die Kinder relaxen und der Papa räumt auf. Die Jugendtheaterwerkstatt mit Johannes Müller, Carsten Mohr und Kathrin Schmidt in Aktion. wita/Mallmann

PROBE Theaterfreunde Oberjosbach zeigen Kleinkunstprogramm zum Thema Familie

Erster Saisonhöhepunkt der Theaterfreunde Oberjosbach. Bevor im November das neue Theaterstück Premiere hat, kam im Oberjosbacher Gemeinschaftszentrum nun erst Mal das Kleinkunstprogramm zum Thema Familie zur Aufführung. "Nur einen Volksstamm gibt es hier auf Erden, mit dem kann keiner richtig fertig werden", hat einst Kurt Tucholsky fest gestellt. Er meinte damit die lieben Verwandten und die stehen im Mittelpunkt der dreizehn Oberjosbacher Kleinkunst-Darbietungen.

"Fang nie was mit Verwandtschaft an, dann bist Du wirklich glücklich dran", singt der von Dieter Thumser am E-Piano begleitete Eberhard Ries also zur Eröffnung des Abends. Dabei funktioniert die Familie der Theaterfreunde Oberjosbach eigentlich ausgezeichnet. "Das Verhältnis unter den Generationen ist heute sehr gut. Unsere Jugendlichen werden als vollwertige Ensemblemitglieder behandelt. Aber wir haben einen Mangel an 20- bis 40-jährigen Darstellern. Deshalb müssen die Jugendlichen schon im Alter von 15 Jahren junge Erwachsene spielen. Das ist eigentlich ein bisschen früh", gibt der Vereinsvorsitzende Konrad Prenzer einen Einblick in die Verhältnisse der Theatersippe.

Üben im Wohnzimmer

Unter dem Titel Familie früher und heute gibt der Nachwuchs dann auch mit einer selbst geschriebenen und selbst inszenierten Darstellung einen Einblick in sein Können. Früher: Das war der Schlager "Mit 17 hat man noch Träume", die kurze Lederhose und die Tochter, die als künftige Mutter ja nun wirklich kein Abitur zu machen braucht. Heute: Das ist die Karrierefrau, die keine Zeit für ihre Familie hat, der Vater, der nur als Geldquelle für seine Kinder dient, und die Fertigpizza aus dem Backofen.

Besonders die jeweiligen Schlusspointen finden beim Publikum großen Anklang. Denn das Mädchen, das unbedingt Abitur machen möchte, benötigt es, um ihren Berufswunsch zu realisieren: Bundeskanzlerin. "Aber Angela", kann da der Rest der Familie nur tadelnd ausrufen.

Die moderne Fassung dagegen endet mit einem einsamen Vater am Abendbrottisch. Quark und Gurke dienen ihm jedoch nicht als Nahrung sondern für seine Gesichtsmaske. "Die einzelnen Programmpunkte werden vorher gemeinsam beschlossen. Die Darsteller können dann separat ihre jeweiligen Nummern proben. Die Projekte werden aber begleitet, um eine Qualitätskontrolle zu gewähren, findet zwei Mal eine sogenannte Wohnzimmerprobe bei einem Vereinsmitglied statt, der über entsprechend große Räumlichkeiten verfügt", erläutert Konrad Prenzer die Entstehungsgeschichte des Programms.

Nachrücker willkommen

In einem dieser Wohnzimmer feierte auch Marlies Wiedenau als "Die Dame der Alten Schule" ihre Vorpremiere. "Bei uns zu Haus sind die Möbel aus Plüsch mit Häkeldeckchen oben drauf. An der einen Wand hängen die Säbel und an der anderen Wand hänge ich mich bald auf", berichtet sie nun dem Publikum im Bürgerzentrum von der Unzufriedenheit mit ihrem Dasein. "Ich möchte so gern ein bisschen Leben sehen, nicht bloß daneben stehen", klagt sie.

Der Theaternachwuchs hingegen setzt diesen Wunsch für sich um. Mit Johannes Müller als Schriftführer und Carsten Mohr in der Öffentlichkeitsarbeit sind seit diesem Jahr zwei 17-Jährige im Vereinsvorstand aktiv. "Aber die jungen Leute halten wir ja nicht. Die machen ihr Abitur und gehen dann weg", befürchtet Konrad Prenzer. Bühnenbegeisterte sind den Theaterfreunden Oberjosbach deshalb stets willkommen.